6 Artikel zur Nachhaltigkeit in Unternehmen

Wie sollten Unternehmen in einer Zeit, die durch Klimawandel und wachsende Ungleichheit gekennzeichnet ist, Nachhaltigkeit definieren und erreichen? Die SSIR-Mitarbeiter haben die Nachhaltigkeit von Unternehmen untersucht, die sich auf alles bezieht, von einer stärkeren Einbeziehung der Geschlechter bis hin zu Ideen, wie Mitarbeiter und Führungskräfte an Bord gebracht werden können. Wir haben eine Leseliste zusammengestellt, die diese unterschiedlichen Definitionen und Mittel der Nachhaltigkeit eingehend untersucht.

1. Die nächste Phase der Unternehmensnachhaltigkeit

Viele Unternehmen haben erhebliche Fortschritte bei der Integration nachhaltiger Praktiken in ihre bestehenden Unternehmensstrukturen gemacht. Andrew J. Hoffman, Holcim Professor of Sustainable Enterprise an der University of Michigan, argumentiert jedoch, dass die derzeitige Form des nachhaltigen Wirtschaftens an die Grenzen dessen stößt, was sie leisten kann. Es ist an der Zeit, das Modell des „Basteln an den Rändern“ aufzugeben und nach Wegen zu suchen, den Markt aktiv zu verändern.

2. Nachhaltigkeitsmanager könnten die vierte industrielle Revolution leiten.

Fortschrittliche digitale Technologie hat das Potenzial, revolutionäre Umweltinnovationen zu schaffen, schreibt Joanna Radeke, Leiterin des Center for Sustainable Business der ESMT Berlin. Sie argumentiert, dass Nachhaltigkeitsmanager von Unternehmen für die Realisierung dieser Zukunft entscheidend sind, und schlägt vor, vier kritische Themenbereiche anzusprechen: die Ethik der Big-Daten, die Ausbildung der Mitarbeiter, eine Innovationskultur und die kollaborative Öffentlichkeitsarbeit.

3. Die nächste Nachhaltigkeitsgrenze: Geschlechtergerechtigkeit als geschäftliche Notwendigkeit

Während 48 Prozent der Fortune-500-Unternehmen eine Art Ziel für saubere Energie haben, haben nur sehr wenige ähnliche Ziele, um die Ungleichheit der Geschlechter anzugehen. Laut Katherine Fritz, Direktorin des International Center for Research on Women’s Advisory Practice, Genevieve Smith, Client Services Managerin am International Center for Research on Women’s Advisory Practice, und Marissa Wesely, Chief Executive Officer von Win-Win Strategies, ist die Förderung von Frauenchancen für die Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen ebenso wichtig. So wie Umweltschützer die Forschung zur Erreichung ihrer Ziele genutzt haben, argumentieren die Autoren, dass die Empowerment-Gruppen von Frauen zeigen müssen, wie sich geschlechtsspezifische Diskriminierung negativ auf Risiken, Produktivität und Wachstum in Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette auswirkt.

4. Kann Geld an Bäumen wachsen?

Die Entwaldung stellt eine große Umweltbedrohung dar. Aber die Forschung deutet darauf hin, dass die Wiederherstellung und Erhaltung 37 Prozent der bis 2030 erforderlichen Reduzierung der Kohlenstoffemissionen ausmachen könnte, um sie zu mildern. Sofia Faruqi und Caroline Gagné vom Projekt New Restoration Economy am World Resources Institute argumentieren, dass umweltbewusste Unternehmer und Geldgeber in eine einfache Lösung investieren sollten: die Wiederherstellung von Bäumen. Bereits heute restaurieren Unternehmen wie die kenianische Komaza und die kalifornische TerViva Wälder und generieren gleichzeitig hohe Einnahmen.

5. Bekämpfung der Nachhaltigkeits-Trägheit

Obwohl viele CEOs ökologische und soziale Ursachen priorisieren wollen, erfüllen nur 12 Prozent dieser Unternehmenstransformationen diese Ziele. Die Berater von Bain & Company, Jenny Davis-Peccoud, Paul Stone und Clare Tovey, fanden heraus, dass Nachhaltigkeitsrevisionen oft scheitern, weil Mitarbeiter, die sich unter Druck gesetzt fühlen, zwischen Nachhaltigkeit und Geschäftszielen zu wählen, fast immer die Geschäftsziele wählen. Die Autoren raten Unternehmen, ihre Nachhaltigkeitsziele klar und öffentlich zu kommunizieren, CEOs und Führungsteams im gesamten Unternehmen einzubeziehen und die Entscheidungsmentalität der Mitarbeiter zu verändern.

6. Netto positiv: Die Zukunft des nachhaltigen Wirtschaftens

Standards für die Nachhaltigkeit von Unternehmen haben zu sehr darauf geachtet, die negativen Auswirkungen von Unternehmen zu verringern. Jeffrey Hollender, Mitbegründer der siebten Generation, schreibt, dass dieser Standard, einfach „weniger schlecht“ zu tun, nicht ausreicht, weil er Unternehmen nicht an den höheren Standard der positiven Veränderung hält. Der positive Ansatz, der darauf abzielt, die zugrunde liegenden systemischen Ungleichgewichte zu verändern und sich Herausforderungen wie der ökologischen Nachhaltigkeit zu stellen, bietet eine Alternative.